LU: Mainz City

LU: Die Zukunft im Blick

Das LU: auf der Lu

Die Ludwigsstraße ist eine der Hauptschlagadern der Mainzer Innenstadt. Von ihr geht eine Belebung für ganz Mainz aus. Mit der Neugestaltung an der Ludwigsstraße soll das Herz der Mainzer City auch an der Lu wieder kraftvoll schlagen: im LU: auf der Lu. Das LU: soll ein Erlebnisort werden für alle Mainzer und alle Besucher der Stadt. Im neuen Mainzer Cityquartier möchten wir die bestehenden Stärken der Innenstadt unterstreichen, Lücken im Angebot schließen und auf original Mainzer Genusskultur setzen. Mainz ist eine bunte, offene, vielfältige Stadt mit klarem Charakter, in der sich die Menschen wohlfühlen. Eben diese Eigenschaften sollen das neue LU: kennzeichnen – damit es im Herzen dieser Stadt ein Anziehungspunkt für ihre Menschen wird.

LU: Blog – aktuelle Infos

Anna-Seghers-Bibliothek: Vizekanzler besichtigt Mainzer Neubauprojekt

Oberbürgermeister Nino Haase hat Minister aus Bund und Land empfangen und für eine Förderung des Bibliotheksprojekts am Gutenbergplatz geworben. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sowie aus Rheinland-Pfalz Ministerin Doris Ahnen und Minister Sven Teuber werteten das Mainzer Modellprojekt als ein gutes Beispiel für eine Zukunftsinvestition. Die Stadt Mainz wird noch in diesem Jahr eine Bund-Länder-Förderung hierfür beantragen. Nach einem halben Jahrhundert an den Bonifazius-Türmen soll die öffentliche Anna-Seghers-Bibliothek in einen Neubau in zentraler Lage an den Gutenbergplatz ziehen – so die Planung der Stadt Mainz. Die Bibliothek gewinnt so deutlich mehr Fläche, die bisher getrennten Standorte (Publikumsbereiche und Verwaltung) werden vereint, zudem entfallen Mietkosten und sinken Energiekosten. Zugleich können hier zeitgemäße Bibliothekskonzepte umgesetzt werden. Das Philharmonische Staatsorchester wird überdies einen Probe- und Konzertsaal beziehen, der sich über ein „Kulturfenster“ zum Gutenbergplatz öffnet. Das Gebäude wird von einer Projektentwicklungsgesellschaft der regionalen Partner J. Molitor Immobilien GmbH, Sparkasse Rhein-Nahe und Domkapitel Mainz entwickelt. Gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Staatstheater entsteht ein Kulturquartier im Herzen der Stadt. Der Erwerb des Neubaus ist der Landeshauptstadt Mainz jedoch nur möglich, wenn Fördermittel aus dem „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“, mit dem das Land Rheinland-Pfalz das „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes umsetzt, gewährt werden. Die Stadt Mainz wird, sobald es möglich ist, eine Förderung aus dem Rheinland-Pfalz-Plan für das Projekt beantragen. Das Vorhaben wird daher voraussichtlich eines der ersten kommunalen Investitionsprojekte sein, für das eine Förderung aus dem Rheinland-Pfalz-Plan beantragt wird. Nach Einschätzung der Stadt Mainz könnte es zudem eines der frühesten Kommunalprojekte in Deutschland werden, das mit Mitteln des Sondervermögens des Bundes umgesetzt werden kann. Oberbürgermeister Nino Haase hat bei dem Rundgang intensiv bei den Vertretern von Bund und Land für eine Förderung des für alle Beteiligten so attraktiven Neubauprojekts geworben. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil: „Wir investieren in Bibliotheken – und damit in Bildungschancen. Hier ist Wissen für alle zugänglich, unabhängig vom Geldbeutel, der Herkunft, der Ausbildung oder dem Beruf. Die Bibliothek am Gutenbergplatz in Mainz ist deshalb ein gutes Beispiel, wie wir in die Zukunft investieren. Genau solche Orte brauchen wir: Hier kommen Menschen zusammen, hier geht es um Bildung und Ideen. Ich wünsche dem Team der Bibliothek viel Erfolg!“ Oberbürgermeister Nino Haase: „Der Bau einer modernen Bibliothek in zentraler Lage ist eine kraftvolle Investition in den Bildungsstandort und ein attraktiver Frequenzbringer für unsere Innenstadt. Wir möchten das Projekt schnellstmöglich auf die Schiene setzen. Unser ambitioniertes Ziel ist, dass die neue Anna-Seghers-Bibliothek das erste größere kommunale Projekt wird, das aus dem Rheinland-Pfalz-Plan finanziert und dann auch in kürzester Zeit realisiert wird. Auch deshalb wäre es ein für Rheinland-Pfalz beispielgebendes Investitionsprojekt. Ein von Bund und Land geförderter Neubau ist zugleich ein nachhaltiger Beitrag zur Haushaltskonsolidierung, da wir künftig jedes Jahr erhebliche Miet- und Energiekosten einsparen können. Das Projekt passt daher perfekt ins Infrastrukturprogramm von Bund und Ländern. Besser kann man kaum investieren.“ Doris Ahnen, Finanzministerin des Landes Rheinland-Pfalz: „Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität löst Wachstumsimpulse in ganz Deutschland aus. Sei es die sanierte Bahnstrecke, der verbesserte Zivilschutz oder die neue Sporthalle – jeder investierte Euro macht einen Unterschied für die Menschen vor Ort und für die Unternehmen, die planen und bauen dürfen. Als Land geben wir 60 Prozent der Mittel an die Kommunen weiter und stocken diese noch um 600 Millionen Euro auf. Für die nächsten knapp zwölf Jahre sind das 3,51 Milliarden Euro, die in den Kommunen investiert werden können.“ Sven Teuber, Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz: „Wer liest, lernt andere Perspektiven kennen, wägt ab und bildet sich ein eigenes Urteil. In einer Zeit, in der Algorithmen vorsortieren und Lautstärke oft mehr zählt als Argumente, ist das wichtiger denn je. Dass 2026 ausgerechnet eine Bibliothek zu den ersten Vorhaben aus dem Sondervermögen gehören kann, ist deshalb ein bewusstes Signal. Sie trägt den Namen von Anna Seghers, einer Mainzerin, die mit ihren Büchern gegen die Diktatur angeschrieben hat. Mit dem Staatsorchester unter einem Dach und dem vielfach ausgezeichneten Staatstheater gegenüber entsteht am Gutenbergplatz ein echtes Kulturquartier. Kultur schafft die Orte, an denen wir einander zuhören, streiten und uns verständigen. Wer hier investiert, investiert in unsere Demokratie.“ Ata Delbasteh, Dezernent für Kultur und Schule der Stadt Mainz: „Bibliotheken sind Orte der Bildung für alle. Unsere Planung bedeutet: viel mehr Fläche, beste Lage und modernste Ausstattung. Zugleich können hier zeitgemäße Bibliothekskonzepte umgesetzt werden: Dritter Ort, Makerspace, attraktive Aufenthaltsinseln, multimediale Angebote, nutzerfreundliche Selbstverbuchung, Open Library. So gelingt eine positive Weiterentwicklung der Mainzer Bibliothekslandschaft.“ Tina Badrot, Geschäftsführerin der J. Molitor Immobilien GmbH, die das Projekt gemeinsam mit der Sparkasse Rhein-Nahe und dem Domkapitel Mainz entwickelt: „Für uns war von Anfang an klar, dass an diesem besonderen Standort ein Ort der Begegnung entstehen muss. Bis aus dieser Idee ein tragfähiges Konzept werden konnte, waren Mut, Überzeugungsarbeit und viele Gespräche notwendig. Dass wir heute dank der vielen Möglichmacher von Stadt, Land und Bund auf dem Weg zur Realisierung der neuen Anna-Seghers-Bibliothek und des Staatsorchesters sind, ist ein starkes Signal. Es zeigt, was möglich wird, wenn Menschen gemeinsam an eine Idee glauben und sie mit Mut und Beharrlichkeit verfolgen.“ Markus Müller, Intendant und Geschäftsführer des Staatstheater Mainz: „Der hier durch die Unterstützung des Bundes entstehende neue Orchesterproben- und Kammermusiksaal ist für uns von großer Bedeutung. Gerade sind wir als Staatstheater Mainz zum Opernhaus des Jahres gewählt worden – um diese künstlerische Exzellenz halten zu können, brauchen wir dringend gute, bessere Probenbedingungen. Exzellenz auf der einen – Teilhabe auf der anderen Seite: Als dritter Ort im Verbund mit der Anna-Seghers-Bibliothek können wir niedrigschwellig diejenigen einladen, die ihren Weg nicht automatisch zur Kultur finden. Das ist gesellschaftlich ein wichtiges Signal, denn Kultur macht Resonanzräume auf, in denen Demokratie zum Klingen gebracht wird. Als kreative Antwort auf die gefährlichen Töne jener in den Echoräumen, die gerade aggressiv die Freiheit der Kunst angreifen.“ Hintergrundinformationen Der Mainzer Stadtrat hat am 17. Juni 2026 die von der Stadtverwaltung vorgelegte Planung für die neue Bibliothek am Gutenbergplatz beschlossen. Deren oberstes Ziel ist, den Mainzer:innen auch in den kommenden Jahrzehnten eine attraktive öffentliche Bücherei in zentraler Lage bieten zu können. Zugleich soll, so der Plan, die Bibliotheksfläche gegenüber dem aktuellen Standort um mehr als 60 Prozent wachsen, da Mainz gemessen an seiner Bevölkerungszahl hier großen Nachholbedarf hat, was bundesweite Vorgaben und Städtevergleiche belegen. Mit dem Umzug der Anna-Seghers-Bibliothek in den Neubau soll zudem auch in eine moderne Ausstattung investiert werden. Der Stadtratsbeschluss sieht zwei Optionen vor: Die „kleine Lösung“ besteht darin, am Anwesen ein Teilerbbaurecht mit einer Laufzeit von 99 Jahren zu erwerben. Präferiert wird eine „große Lösung“, sofern diese durch eine Förderung zu 90 % finanziert werden kann: Demnach soll das gesamte Anwesen erworben werden. Die Stadt Mainz wäre dann alleinige Eigentümerin von Grundstück und Gebäude, sobald es fertiggestellt ist. Die Mehrkosten gegenüber der „kleinen Lösung“ sollen u. a. finanziert werden, indem das nicht mehr benötigte Grundstück am ehemaligen „Haus des Deutschen Weins“ veräußert wird. Zudem bekäme die Stadt dann regelmäßige Einnahmen aus der Vermietung des Obergeschosses an das Staatstheater für einen Orchesterproben- und Kammermusiksaal. Realisiert werden soll das Projekt mithilfe einer Förderung aus dem „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“. Bereits im April hat Mainz als erste Kommune in Rheinland-Pfalz das hierfür geforderte „regionale Umsetzungskonzept“ vorgelegt. Das Förderprogramm Rheinland-Pfalz-Plan hat ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro, mit denen Investitionen der Kommunen in den kommenden zwölf Jahren unterstützt werden sollen. Auf Mainz entfällt ein Regionalbudget in Höhe von rund 167 Mio. Euro. Die Anträge zur Förderung können noch in diesem Jahr gestellt werden. Öffentliche Bibliotheken als bundesweit meistbesuchte kulturelle Einrichtung bieten allen Altersgruppen und sozialen Schichten – niedrigschwellig und ohne jeglichen Konsumzwang – freien Zugang zu Wissen und Information, fördern die Sprach-, Lese- und Medienkompetenz, unterstützen die pluralistische und demokratische Meinungsbildung. Als Orte des Austauschs, der Begegnung, der kulturellen, digitalen und gesellschaftlichen Teilhabe leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des Gemeinwesens, wirken der gesellschaftlichen Spaltung entgegen und bereichern das öffentliche Leben. Seit 1980 befindet sich die Zentralbibliothek der Öffentlichen Bücherei Mainz – Anna Seghers auf einer Fläche von 1.600 m² zwischen den beiden Bonifaziustürmen. Außerhalb dieser Flächen ist die Verwaltung (Büros und Lagerflächen) im Bonifaziusturm A untergebracht und verteilt sich über zwei Etagen. Die Mietverträge laufen in den kommenden Jahren aus. Eine Sanierung der Räumlichkeiten und eine Modernisierung der Ausstattung steht an. Ferner sind die Flächen – gemessen an bundesweiten Vorgaben sowie im Städtevergleich – deutlich zu klein. Der Bedarf hinsichtlich Aufenthaltsqualität (Ort zum Lesen, Lernen, Arbeiten und zum gemeinsamen Austausch für durchschnittlich 750 Besucher:innen pro Öffnungstag sowie mehr Angebote und Fläche der Kinderbibliothek) ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Mit einem Neubau am Gutenbergplatz eröffnet sich die einmalige Gelegenheit zur Schaffung einer modernen Bibliothek in zentraler Lage mit deutlich mehr Flächen – mit einem Wachstum im Publikumsbereich von rund 1.600 m² auf knapp 2.700 m². Publikums- und Verwaltungsbereich unter einem Dach ermöglichen eine zeit- und ressourceneffiziente Arbeitsorganisation zum Nutzen aller Beteiligten. So gelingt eine positive Weiterentwicklung der Mainzer Bibliothekslandschaft auf Grundlage des Bibliotheksentwicklungsplans für das Land Rheinland-Pfalz (2025). Zugleich können hier zeitgemäße Bibliothekskonzepte umgesetzt werden: „Dritter Ort“, Makerspace, attraktive Aufenthaltsinseln, multimediale Angebote, nutzerfreundliche Selbstverbuchung, „Open Library“. Kosten und Zeitplan Im Verwaltungsentwurf des Haushaltsplans 2027 ist für das Projekt „Kulturhaus“ am Gutenbergplatz eine Investitionssumme von 48,5 Euro vorgesehen (ohne Ausstattung). Der Stadtrat muss diesem noch zustimmen. Eine Eröffnung der Anna-Seghers-Bibliothek im Neubau am Gutenbergplatz ist für Sommer 2028 vorgesehen – unter der Voraussetzung, dass eine Förderzusage zügig erfolgt.

Foto: Faerber Architekten

Neue Mainzer Anna Seghers-Bibliothek im neuen Kulturhaus am Gutenbergplatz/Fuststraße

Im Dezember 2025 hat der Mainzer Stadtrat den Grundsatzbeschluss gefasst, die Neue Mainzer Anna Seghers-Bibliothek im neuen Kulturhaus am Gutenbergplatz/Fuststraße anzusiedeln. Die Bibliothek wird auf drei Ebenen des Kulturhauses angesiedelt. Zudem wird in dem Gebäude, wie bereits seit längerem bekannt, ein Konzert- und Probensaal des Staatsorchesters Mainz integriert. Für die Neugestaltung an der Ludwigsstraße ist das Kulturhaus ein zentraler Baustein.

Hochschule Mainz präsentiert Möbelprototypen

Im Oktober war die Ludwigsstraße Schauplatz einer kreativen Möbelausstellung: Die Erstsemester des Studiengangs Innenarchitektur der Hochschule Mainz präsentierten in der Lulu ihre ersten Möbelprototypen. Unter dem semesterdurchziehenden Motto CONNECT entstanden innovative Entwürfe, die Verbindung, Funktion und Gestaltung auf überraschende Weise zusammenbringen. [gallery columns="5" ids="1112,1109,1111,1110,1113"]

LU: Konzept – So wird’s werden

Vielfältig shoppen, Mainz genießen, Kultur erleben

Das Nutzungskonzept Lu erleben ist einzigartig in Rheinland-Pfalz. Und wie sollte es auch anders sein: Denn Mainz ist eben einzigartig. Das LU: soll zu einem Ort werden, an dem Mainz zusammenkommt. Nicht nur zum Shoppen, sondern zum Erleben. Wir sind davon überzeugt, dass Einzelhandel heute neu gedacht werden muss: Alles, was die Stadt so (er-)lebenswert macht, soll sich hier wiederfinden. Darum sollen neben attraktivem Einzelhandel auch Mainzer Genuss und Kultur das LU: mit Leben füllen. Einzelhandel, Genuss, Kultur: Ein Dreiklang, der sich zum vielseitigen City-Erlebnis verbindet. Beispiele gefällig? Mainz lebt bekanntlich auf seinen Plätzen, deshalb sind in dem Konzept belebte Plätze im Innen- und Außenbereich eingeplant. Das geht schon mit dem Vorplatz los, der einladende Freiflächen schafft. Die Aufenthaltsqualität wird auch im Innenleben des LU: fortgeführt: Mit einer Pop-up-Halle im Erdgeschoss, in der sich internationale Marken, lokale Publikumslieblinge und Start-ups in temporären Ladeneinheiten präsentieren können. Außerdem wird es in der Pop-up-Halle ein leckeres Angebot von regionalen Gastronomen geben: für echte Mainzer Lebenslust.

Mainzer Vielfalt gemeinsam erleben

Viel Raum, viel Licht, viel Fläche – auch damit wird die Pop-up-Halle punkten. Auch als Eventfläche nutzbar schafft sie die Möglichkeit für Kultur im LU:. Schließlich ist die Ludwigsstraße der Kulturboulevard der Innenstadt – auch dieses spezielle Flair nimmt das LU:-Konzept auf.

Im bereits im Bau befindlichen ersten Bauabschnitt (Fuststraße/Gutenbergplatz) steht die Kultur im Fokus. Gemeinsam mit der Bischöflichen Domkirche St. Martin zu Mainz entwickeln wir als Fuststraße Entwicklungs GmbH & Co. KG ein Gebäude, das unter anderem einen großen Proben- und Konzertsaal für das Staatsorchester Mainz bieten wird. Zudem hat der Mainzer Stadtrat im Dezember 2025 den Grundsatzbeschluss gefasst, in dem Gebäude die „Neue Mainzer Anna-Seghers-Bibliothek am Gutenbergplatz“ anzusiedeln. Für die weitere Gestaltung – im Bereich Ludwigsstraße 12 – sind die Schwerpunkte Handel und Genuss vorgesehen, unter anderem mit Einzelhandelsgeschäften, einem Hotel und gastronomischen Angeboten.

Und wir wollen hoch hinaus: Über den Dächern von Mainz soll eine großzügige Dachlandschaft unter anderem mit einer Rooftop-Bar entstehen. Mit einem völlig neuen Panoramablick auf Dom, Staatstheater und Fastnachtsbrunnen soll die Dachlandschaft zum Anziehungspunkt für Mainzer und Touristen werden. Der Ausblick dort oben ist einfach perfekt, um ihn gemeinsam bei einer Tasse Kaffee, einem Glas Wein oder einem Bier und gastronomischen Spezialitäten zu genießen.
Belebung ist vielfältig und muss genau so gedacht werden. Deshalb gehört auch ein Hotel mit rund 190 Zimmern zum Konzept.

Die Infrastruktur

Gut erreichbar –
kommt besser an

Wer Lust hat, in der Innenstadt zu shoppen, soll einfache Wege vorfinden. Der Komfort des neuen LU: beginnt deswegen schon bei der Anreise: Das Parkhaus mit ca. 300 Parkplätzen, ca. 15 Car-Sharing-Stellplätze sowie rund 350 Fahrradstellplätze wird bequemen und direkten Zugang zum LU: ermöglichen. Darüber hinaus bieten 19 Parkhäuser in einem Umkreis von 1 km knapp 8.300 Parkplätze. Auch Radfahrer finden rund um das LU: weitere Abstellmöglichkeiten für ihre Bikes.

Genauso bequem wie mit dem Auto oder Zweirad ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr. Möglich machen es zwei ÖPNV-Knotenpunkte sowie eine Bushaltestelle in nächster Nähe. Der Mainzer Hauptbahnhof befindet sich fußläufig nur 10 Minuten entfernt. Weitere An- und Abreisemöglichkeiten bieten die vielfältigen Car- und Bikesharing-Angebote in Mainz.

LU: Aktuell

Lulu: Positive Bilanz zum Abschied

Die Mainzer Pop-up-Fläche Lulu im ehemaligen Karstadt, die ursprünglich für ein bis zwei Jahre geplant war, schloss am 31. Dezember 2023 nach drei Jahren ihre Pforten. Marco Friedmann vom Lulu Betreiber-Team sagte: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist – nach dem Weihnachtsgeschäft“.

 

Nach dem Aus von Karstadt im Herbst 2020 entschieden die Investoren des neuen LU:Quartiers, J. Molitor Immobilien GmbH und Sparkasse Rhein-Nahe, die ehemalige Karstadt-Filiale in einen neuen Innovationsstandort in der Mainzer Innenstadt umzuwandeln. Marco Friedmann und Dominique Liggins von der Agentur Hier & Jetzt sowie Innenstadtkenner Ata Delbasteh wurden schnell als kompetente und kreative Köpfe für die Konzeption, den Aufbau und den Betrieb von Lulu gefunden. Friedmann sagte: „Durch den Charakter der Zwischennutzung hatten wir immer viele Freiheiten bei der Gestaltung der Flächen“. Die von Molitor und Sparkasse bereitgestellte Interims-Fläche wurde vielfältig genutzt, von Verkaufsständen bis hin zu Kunstausstellungen, Events und Formaten, die über die Region Mainz hinaus bekannt wurden. Die Ausstellung „The Mystery of Banksy“ zog zum Beispiel rund 40.000 Besucher an.

 

Das Lulu-Konzept selbst erregte ebenfalls große Aufmerksamkeit. Friedmann erklärte: „Wir hatten Anfragen von Akteuren aus ganz Deutschland, die sich über das Lulu-Konzept informiert haben“. Die Gebäudeeigentümer Molitor und Sparkasse Rhein-Nahe spielten dabei eine wichtige Rolle, da sie nicht nur das Gebäude zur Verfügung stellten, sondern auch finanzielle Unterstützung leisteten. Daniel Sieben, Inhaber des LIEBS-Stores, der von Anfang an bei Lulu dabei war, zog eine positive Bilanz und sagte: „Die Lulu war eine tolle Chance, neben unserem Laden in der Neustadt auch in der Innenstadt Fuß zu fassen. Jetzt geht es für den LIEBS-Store in der Seppel Glückert-Passage weiter“. Andere Händler nutzten die Lulu als Startrampe für ihr Business und werden an anderen Standorten in der Innenstadt weitermachen.

Bildnachweis: Anja Delbasteh

LU: Grün

Grüne Lunge an der Lu –
Vorreiter in Sachen Stadtklima

  • Großflächiger Dachgarten
  • Verbesserung von Stadtklima und Luftqualität
  • Beitrag zum kommunalen Wassermanagement
  • Biodiversität: Raum für Insekten
  • Energiegewinnung über Geothermie und Photovoltaik

LU: Luftbild vorher/nacher

Tim Gemünden

3 Fragen an Tim Gemünden

(Boulevard Lu GmbH & Co. KG + J. Molitor Immobilien GmbH)

Aktuell ist die Ludwigsstraße ein nahezu vollversiegeltes Areal.
Wie wird es dort in Zukunft aussehen?

Tim Gemünden: Mit dem neuen Einkaufsquartier „Lu erleben“ kommt auch ökologisch Leben an die Ludwigsstraße. Auf dem Dach des neuen Quartiers legen wir einen großflächigen Dachgarten an, der in seinen öffentlich zugänglichen Bereichen auch zum Verweilen und Entspannen einladen wird. Sämtliche neuen Flachdächer werden extensiv begrünt, sprich mit Gräsern und Stauden bepflanzt. Im Innenhof zur Deutschen Bank und im Innenhof des Hotels legen wir buchstäblich eine Schippe drauf und werden intensiv begrünen, dort werden Sträucher wachsen. Außerdem werden wir wie im Wettbewerb vorgesehen Fassaden begrünen. Der Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb basiert auf der Gestaltungsidee, einen grünen Park einzurichten und trotzdem ein Einkaufserlebnis zuzulassen, indem der Park einfach angehoben und auf die Dächer transportiert wird. Im Gegensatz zu einer regulären Dachbegrünung ist diese Oase aber nicht nur einfach vorhanden, sondern durch eine Treppenanlage von der Popup-Halle aus für Publikumsverkehr erschlossen und damit zugänglich.

Und was bringt das alles für das Stadtklima?

Tim Gemünden: Die Liste der positiven Effekte von Bauwerksbegrünungen für das Stadtklima ist lang: Stichwort Innenstadterwärmung – Pflanzen entziehen der Luft Energie und kühlen sie ab. Durch Photosynthese wird der CO2-Gehalt in der Luft reduziert. Staub- und Schmutzpartikel werden in der Luft gefiltert und Schadstoffe absorbiert. Außerdem leisten Gebäudebegrünungen einen wichtigen Beitrag zum kommunalen Wassermanagement, indem sie die Kanalsysteme und Kläranlagen entlasten: Zum Beispiel nimmt Substrat von Flachdachbegrünungen Wasser auf, speichert und verdunstet es. Verunreinigtes Wasser wird durch Bauwerksbegrünungen gefiltert, gereinigt und wieder abgegeben. Und nicht zuletzt ist so ein großer Dachgarten natürlich auch ein spannender Lebensraum für Insekten und trägt damit zur Biodiversität in der Mainzer City bei. Wir sehen das Einkaufsquartier „Lu erleben“ in einer Vorreiterrolle für die gesamte Mainzer Innenstadt. Zu den grünen Dächern an der Lu sollen sich in den kommenden Jahren noch viele weitere dazu gesellen, sodass eine richtige grüne Dachlandschaft in Mainz entsteht. Wir hoffen auf viele Nachahmer!

Und wie sieht es mit dem Energiekonzept aus?
Wie wird da auf Nachhaltigkeit gesetzt?

Tim Gemünden: Auch das Energiekonzept trägt zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Statt herkömmlicher Kompressionskälte, also System „Kühlschrank“, setzen wir auf Geothermie. Das machen wir übrigens wo immer sinnvoll bei allen unseren Projektentwicklungen so – und natürlich auch an der Lu. Das Konzept für die Lu sieht wie folgt aus: Im Sommer wird durch Sonneneinstrahlung Hitze in Gebäude eingetragen. Über flächige Kollektoren im Gebäude selbst fangen wir diese Hitze ein und leiten sie über eine Geothermieanlage in den Boden ab. Dort wird sie im Sommer gespeichert. Im Winter wird die angesparte Wärmeenergie über die Geothermieanlage wieder entnommen und in Verbindung mit Solewasserwärmepumpen zum Beheizen des Areals eingesetzt. Die Wärme, die wir den Sommer über in das Sondenfeld fahren, wird im Winter wieder entnommen. In unseren Breitengraden wird übers Jahr gesehen allerdings mehr Energie zum Heizen als zum Kühlen benötigt. Diesen Mehrbedarf an Heizenergie wollen wir über die Mainzer Fernwärme mit ihrem hervorragenden Primärenergiefaktor von 0,32 abdecken. Über Fernwärme lassen wir auch die Warmwasserversorgung für das Hotel laufen. Komplettiert wird das nachhaltige Energiekonzept durch Photovoltaik für die Stromversorgung der Lüftungsanlagen und die geplanten E-Ladestationen im Parkhaus.

LU: Grün – 15.12.2019

Mainzer Ludwigsstraße:
Weichenstellungen für ein verbessertes Stadtklima

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil: Die Umgestaltung des Einzelhandelsstandortes Mainzer Ludwigsstraße geht mit umfassenden Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas einher. Zum einen setzt das Nachhaltigkeitskonzept auf positive klimatische Effekte durch umfangreiche Begrünungen auf dem bislang nahezu vollversiegelten Areal: Sämtliche Flachdächer werden extensiv, das heißt zum Beispiel mit Gräsern und Stauden, begrünt. Im Innenhof zur Deutschen Bank sowie im Innenhof des Hotels sind sogenannte intensive Begrünungen unter anderem mit Bäumen und Sträuchern den Teilnehmern des Wettbewerbes als Aufgabenstellung mitgegeben. Auch an den Fassaden sollen wo möglich und sinnvoll Begrünungen entstehen. Darum ist es auch eine zentrale Aufgabe der teilnehmenden Architektenteams im laufenden Realisierungswettbewerbs, konkrete Ideen und Konzepte für umfangreiche Begrünungen auf Dächern und an Fassaden zu entwickeln. Mit Blick auf öffentliches Grün auf den Plätzen sind zudem die Stadtplaner involviert.

Hier geht es zum IST-Zustand

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Die Jury-Entscheidung – Videodokumentation von der Pressekonferenz am 16. Mai 2020

Um interessierten Bürgerinnen und Bürgern vertiefte Informationen zu den Wettbewerbsergebnissen bereitzustellen, haben wir eine Videodokumentation vom Redebeitrag von Prof. Dipl.-Ing. Markus Neppl auf der Pressekonferenz am 16. Mai 2020 erstellt. In dem Video erläutert der Preisgerichtsvorsitzende die Gründe für die Juryentscheidung. Die Aufnahmen wurden ursprünglich zu internen Dokumentationszwecken erstellt – wir bitten daher die Qualität zu entschuldigen. Sehens- und hörenswert ist das Video aufgrund seines Informationsgehalts in jedem Fall.

Der Wettbewerb zur Neugestaltung an der Ludwigsstraße hat seinen krönenden Abschluss gefunden.

Das Preisgericht, bestehend aus Fachleuten aus ganz Deutschland sowie Vertretern der Stadt Mainz und des Projektwicklers, hat unter den eingereichten Wettbewerbsarbeiten die Siegerentwürfe gekürt. Die Wettbewerbsergebnisse finden Sie ab sofort hier:

Das Preisgericht, bestehend aus Fachleuten aus ganz Deutschland sowie Vertretern der Stadt Mainz und des Projektwicklers, hat unter den eingereichten Wettbewerbsarbeiten die Siegerentwürfe gekürt. Die Wettbewerbsergebnisse finden Sie ab sofort hier:

Hier geht es zum Wettbewerb

Antworten auf Ihre Fragen

Sie haben Fragen zum Projekt LU:? Dann schicken Sie uns eine Nachricht an fragen@lu-erleben.de Häufig gestellte Fragen werden wir – mit den dazugehörigen Antworten – hier auf der Webseite veröffentlichen.

Bleibt der Baumbestand an der Ludwigsstraße erhalten?
>>> Die Ludwigsstraße hat eine lange Geschichte und die Bäume, die sie säumen, sind ein Teil davon. Deswegen werden diese Bäume in dem neuen Nutzungskonzept unbedingt bleiben. Außerdem wird es weder Blockrandbebauung noch zusätzliche Versiegelung von Flächen geben. Denn das klare Ziel ist, vielfältigen Raum für Mainzer Lebenslust zu schaffen – innen wie außen.

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Protokoll der Preisgerichtssitzung vom 15.05.2020

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